Sansibar Backpacking - Route für eine Rundreise

Sansibar ist eine Insel vor der ostafrikanischen Küste im indischen Ozean und bietet mit seinem tropischen Klima wohl alles für den perfekten Strandurlaub. Einsame Strände, türkisblaues Wasser, entspannte Menschen – Erholung pur! Auch für eine Backpacking Reise ist Sansibar super geeignet. Die Insel ist sehr überschaubar und die Wege von A nach B sind kurz. Also die perfekte Grundlage, die Insel in recht kurzer Zeit ausgiebig zu erkunden.

Unsere Sansibar Backpacking Route führte uns in 21 Tagen einmal rund um die Insel. Insgesamt waren wir an sechs unterschiedlichen Orten.

1. Station - Nungwi (3-4 Tage)

Am nördlichsten Zipfel der Insel liegt Nungwi, der erste Stopp unserer Backpacking Reise auf Sansibar. Hier befinden sich viele Hotels und Luxusresorts. Dennoch ist alles noch immer vergleichsweise ruhig und beinahe frei von Touristen.

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Unterkunft: Baraka Aquarium Bungalows

Die Unterkunft besteht aus mehreren kleinen Bungalows und liegt etwas abseits von den großen Hotels und Resorts. Die Baraka Aquarium Bungalows beherbergen außerdem einen Teich, in dem Wasserschildkröten gehalten werden. Wir hatten allerdings den Eindruck, dass dieses Becken für die Tiere viel zu klein ist. Zudem kommen jeden Tag sehr viele Touristen dorthin, um mit den Schildkröten zu schwimmen. Uns haben die Tiere eher leid getan. Deshalb möchten wir persönlich diese Unterkunft nicht empfehlen.

Hinkommen: vom Flughafen aus mit dem Taxi für etwa 15 $ oder mit dem Daladala 

Aktivitäten: Einen Ausflug nach Mnemba Atoll (Ausführliches dazu erfahrt ihr im Beitrag „vier unvergessliche Sansibar Ausflüge“)

Gute Restaurants: Baraka Beach Restaurant. Ein nettes kleines Restaurant direkt am Strand.  Abends werden hier Tische und Stühle direkt im Sand nahe dem Wasser aufgebaut. Das Essen war zwar nicht überragend, der Ausblick aber echt toll.

Zu beachten: In Nungwi gibt es sehr viele so genannte „Beach Boys“. Das sind Strandverkäufer, die einem alles Mögliche andrehen wollen (von Ausflügen und Touren bis hin zu selbstgemachten Souveniers und Taxifahrten). Da man den Herrschaften des öfteren auf seiner Backpacking Reise durch Sansibar begegnet, kann das teilweise ziemlich anstrengend sein. Aber alles halb so wild. Lasst euch einfach nichts andrehen und versucht, euch nicht in längere Gespräche verwickeln zu lassen.

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2. Station - Matemwe (2-3 Tage)

Anschließend ging es für uns weiter nach MatemweAnders als in Nungwi gibt es hier vergleichsweise wenig Unterkünfte. Hier könnt ihr euch auf lange Spaziergänge am weitläufigen und nahezu menschenleeren Strand freuen. Pluspunkt: Aufgrund der überschaubaren Unterkünfte ist Matemwe für Beachboys recht unattraktiv.

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Unterkunft: Zawadi Beach Villas  (Doppelzimmer mit Bad und Balkon mit Meerblick: 88€/Nacht)

Eine wunderschöne Unterkunft auf Sansibar, aber eigentlich keine klassische Backpacker-Unterkunft, da sie recht teuer ist. Aber wenn man sich mal etwas Besonderes gönnen möchte, ist sie wirklich sehr empfehlenswert. Uns hat es jedenfalls sehr gut gefallen. Die Unterkunft befindet sich direkt am Strand, hat einen Pool und vom Zimmer aus kann man den wunderschönen Meerblick genießen. Der hat uns wirklich umgehauen. Auch die Mitarbeiter der Zawadi Beach Villas waren allzeit sehr bemüht und freundlich.

Gefrühstückt wird mit Blick auf das Meer, es gab jeden Tag frisches Obst, Saft und Pancakes. 

Übrigens: Auf Sansibar ist das Frühstück bei fast jeder Unterkunft im Preis mit inbegriffen.

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Aktivitäten: In Matemwe ist wie gesagt nicht viel los. Schnappt euch am besten einfach ein gutes Buch und gönnt euch ein paar entspannte Tage am Strand.

Gute Restaurants: Aufgrund der ebenfalls sehr begrenzten Essensmöglichkeiten haben wir dort in unserer Unterkunft gegessen.

3. Station - Paje (3-4 Tage)

Der nächste Stopp unserer Sansibar Backpacking Reise war das Örtchen Paje, das bei Backpackern und vor allem Kitesurfern sehr beliebt ist.

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Unterkunft: Summer Dream Lodge (Doppelzimmer mit Bad und Frühstück: 44€/Nacht)

Die Unterkunft ist von anderen Sansibar Backpackern super bewertet. Die Anlage an sich ist sehr sauber, der Außenbereich mit gemütlichen Hängematten und Sitzgelegenheiten ausgestattet. Außerdem gibt es eine Bar, an der immer etwas los ist.

Die Zimmer sind kleine Strohhütten, die von außen nett aussehen. Allerdings war ich kein großer Fan der Hütte, da durch die Bauweise sämtliche Insekten und Spinnen freien Zutritt hatten. Glücklicherweise gab es im Zimmer ein Moskitonetz, das mich einigermaßen beruhigen konnte. Um ehrlich zu sein bin ich persönlich aber auch sehr empfindlich beim Thema Spinnen etc. Wenn man da schmerzfrei ist, kann ich mir gut vorstellen, dass man an der Unterkunft Gefallen findet.

Es gibt dort übrigens auch die Möglichkeit, in einem Dorm zu schlafen.

Die Mitarbeiter waren alle sehr freundlich und an unserem ersten Abend wurde für die Gäste ein großes Barbecue veranstaltet.

Zum Strand ist es auch nicht weit, allerdings sollte man die Gezeiten beachten. Bei Flut muss ein etwas weiterer Rückweg durch das Dorf eingeplant werden.

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Aktivitäten: Wenn euer Budget es zulässt, könnt ihr einen Kitesurfkurs machen. Ansonsten ist es schön, am belebten Strand entlangzuspazieren und den vielen Surfern zuzusehen. Bei Flut kann man in Paje auch ganz gut schwimmen. 

Außerdem haben wir hier das Schwimmen mit Delfinen gebucht.

Gute Restaurants: Wir haben auch dort meistens in unserer Unterkunft gegessen, da viele Restaurants recht teuer sind. Wollt ihr aber doch mal auswärts essen, werdet ihr sicherlich auf eure Kosten kommen. In Paje ist es aufgrund der vielen Kitesurfer und Touristen ziemlich belebt. Es gibt also genug Restaurants und Bars im näheren Umkreis. 

4. Station - Michamvi Kae (2-3 Tage)

Von Paje führte uns unsere Sansibar Backpacking Rundreise weiter nach Michamvi Kae. Das liegt im Osten Sansibars, ganz oben am Zipfel. Ähnlich wie in Matemwe ist der Tourismus hier noch nicht sehr verbreitet. Der Strand ist nicht mit Hotels zugepflastert und deshalb wunderbar menschenleer.

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Unterkunft: Sagando Bungalows (Doppelzimmer mit Bad und Frühstück: 24€/Nacht)

Das Sagando ist eine wirklich schöne Unterkunft. Sie liegt etwas versteckt, besteht aus einer recht großen, schönen Außenanlage mit vielen Sitzgelegenheiten und kleinen zweistöckigen bunten Hütten. Unser Zimmer mit eigenem Bad befand sich im Erdgeschoss, war sehr sauber und hat uns gut gefallen.

Die Unterkunft hat auch ein eigenes „Restaurant“ bzw. eine Küche, bei der man sich den ganzen Tag Essen bestellen kann. Allerdings sollte man lange Wartezeiten einplanen, da der Koch vorher oft erst einmal einkaufen gehen muss, bevor er das bestellte Gericht zubereiten kann. (Das ist aber ganz normal auf Sansibar)

Frühstück ist auch inbegriffen, es gab Toast und frisches Obst.

Zum menschenleeren Strand sind es zu Fuß etwa 5 Minuten.

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Aktivitäten: Viel zu unternehmen gibt es in Michamvi Kae nicht. Aber ganz in der Nähe befindet sich das berühmte The Rock Restaurant, das wir uns unbedingt anschauen wollten. Dazu haben wir uns in unserer Unterkunft Fahrräder ausgeliehen und sind auf eigene Faust losgefahren. Von unserer Unterkunft aus waren das ca. 20 Minuten Fahrtweg. Allerdings würden wir euch nicht empfehlen, im Restaurant essen zu gehen, da es dort wirklich sehr überteuert ist. Ansonsten könnt ihr auch hier die Ruhe und Abgeschiedenheit genießen. Die drei Nächte, die wir dort verbracht haben, fanden wir aber fast zu lang.

Gute Restaurants: Wir haben jeden Abend in unserer Unterkunft gegessen, dort fanden wir es sehr lecker. 

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5. Station - Jambiani (2-3 Tage)

Unser vorletzter Stopp unserer Sansibar Backpacking Route führte uns nach Jambiani. Die Tage dort haben wir auch vor allem zum Sonnen und Entspannen genutzt, denn der Strand und das Meer sind dort besonders schön.

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Unterkunft: Vanilla House (Doppelzimmer mit Gemeinschaftsbad: 71€/Nacht)

Diese Unterkunft befindet sich direkt am wunderschönen, türkisblauen Strand. Sie besteht aus insgesamt drei Schlafzimmern und zwei Gemeinschaftsbädern verteilt auf zwei Stockwerken.

Hier hat es uns von allen Unterkünften mit Abstand am besten gefallen. Die Hausbesitzer waren super nett und entspannt und haben großartiges Essen gemacht (wir haben diese Unterkunft damals mit Halbpension gebucht, das gibt es mittlerweile aber nicht mehr).
Außerdem hatte man jeden Morgen einen wunderschönen Ausblick aufs Meer und konnte sich auf den hauseigenen Liegen sonnen.

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Aktivitäten: Lange Strandspaziergänge, Relaxen, Sonnen, den Ausblick genießen

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6. Station - Stone Town (2-3 Tage)

Zum Abschluss unserer Sansibar Backpacking Reise ging es die letzten drei Tage nach Stone Town.

Stone Town ist der älteste und historische Stadtteil von Sansibar-Stadt, der Hauptstadt Sansibars und definitiv einen Besuch wert.

Unterkunft: Haven Guesthouse
(Online haben wir die Unterkunft leider nicht gefunden. Wir haben damals vor Ort gebucht)
Das Zimmer war in Ordnung, allerdings ließ das Gemeinschaftsbad hinsichtlich Sauberkeit zu wünschen übrig. Gleich am ersten Abend wurden wir von einer riesigen Kakerlake begrüßt.
Allerdings ist die Unterkunft sehr zentral gelegen und man ist in 10 Minuten zu Fuß im Stadtzentrum von Stone Town. 

Aktivitäten: In Stone Town gibt es viele verwinkelte Gassen mit zahlreichen kleinen Shops, die es total Spaß macht, zu erkunden. Plant dafür ruhig etwas mehr Zeit ein, denn es kann schon mal passieren, dass man sich im Gewirr der vielen Gassen zeitweise verläuft. 

Außerdem empfehlen wir euch eine Spice Tour und einen Ausflug nach Prison Island zu machen.

Gute Restaurants: Wir waren einmal im „Silk Route“ essen. Das ist ein indisches Restaurant, in dem es uns sehr gut geschmeckt hat. Generell gibt es aber viele unterschiedliche Restaurants in Stone Town. Ihr werdet also auf jeden Fall etwas nach eurem Geschmack finden.

Tipp: Nach fast drei Wochen Sansibar hatten wir das große Verlangen, mal wieder einen richtig guten Kaffee zu trinken. Sollte es euch auch so gehen, können wir euch das „Zanzibar Coffee House Café“ empfehlen. Das liegt, etwas schwer zu finden, in einer der zahlreichen kleinen Gassen. Die Suche lohnt sich aber,  denn dort gibt es guten Kaffee, heiße Schokolade und super leckere Kuchen. 

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Sansibar Backpacking - GUT ZU WISSEN!

Wie bereits erwähnt, ist Sansibar im Vergleich zu anderen Länder bisher noch wenig vom Tourismus geprägt. Natürlich gibt es mittlerweile einige Luxusresorts und Unterkünfte für Backpacker und Individualreisende. Dennoch steckt der Tourismus dort noch in den Kinderschuhen. Deshalb haben wir einige nützliche Infos und Tipps zusammengestellt, damit ihr für eure Reise durch bestens vorbereitet seid.

Ein- und Ausreise

Deutsche benötigen für die Einreise nach Sansibar ein Visum!

Das könnt ihr entweder im Vorfeld bei der der Botschaft der Vereinigten Republik Tansania in Berlin beantragen oder direkt bei eurer Einreise. Das Visum kostet 50 $. Dafür müsst ihr zunächst ein Formular im Flughafen ausfüllen und anschließend das Visum bei der Passkontrolle bar bezahlen. 

Geld abheben

Auf Sansibar ticken die Uhren noch ein wenig anders. Das merkt man auch daran, dass man nicht mal eben schnell an der nächsten Ecke Bargeld abheben kann. Geldautomaten gibt es nämlich bisher nur in Stone Town. Zudem könnt ihr in vielen Unterkünften nur bar bezahlen. Denkt deshalb unbedingt daran, bevor ihr mit eurer Sansibar Backpacking Reise startet, genügend Bargeld abzuheben. Aber solltet ihr euch unwohl fühlen bei dem Gedanken, so viel Geld mitzuführen – keine Panik – da die Insel klein ist, könnt ihr zur Not auch in recht kurzer Zeit nach Stone Town zurückfahren und dort erneut Geld abheben.

Infrastruktur

Es gibt auf Sansibar nur wenige Straßen, die wirklich gut befahrbar sind. Stellt euch also schon mal auf ruckelige Fahrten ein. 

Von A nach B kommt man entweder mit dem Taxi oder, wer es etwas abenteuerlicher mag, mit dem Daladala. Das sind kleine, öffentliche Busse, in denen die Passagiere oft eng beieinander sitzen. Erkundigt euch am besten in eurer Unterkunft, wo die Daladalas abfahren. 

Religion

Mehr als 99 % der Bevölkerung auf Sansibar sind Muslime. Deshalb sollte man sich, wenn man in den Dörfern unterwegs ist, aber auch in Stone Town, angemessen kleiden. Heißt, Frauen sollten am besten ihre Schultern und Knie bedecken. An den Stränden und in den touristischen Gebieten ist es aber kein Problem, sich „normal“ zu kleiden und im Bikini am Strand zu sonnen.  

Gezeiten - Ebbe und Flut

Sansibar wird sehr stark von den Gezeiten beeinflusst.

Bei Ebbe zieht sich das Meer zeitweise so stark zurück, dass das Baden nicht mehr möglich ist. Der Unterschied zwischen den Gezeiten liegt bei etwas mehr als sechs Stunden und sie verschieben sich täglich um eine halbe Stunde. 

In den meisten Unterkünften kann man sich über die Ebbe- und Flutzeiten informieren. Das solltet ihr auch definitiv tun, um böse Überraschungen zu vermeiden, wenn ihr beispielsweise einen längeren Strandspaziergang plant. 

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Sicherheit

Wir haben uns auf Sansibar generell sicher gefühlt. So lange man mit ein bisschen Verstand reist, kann auch eigentlich nichts schief gehen. Wir sind nach Einbuch der Dunkelheit nicht mehr in die Dörfer der Einheimischen gegangen und nachts auch nicht unbedingt an den einsamen Stränden entlang spaziert. 

Da wir bereits zu Beginn unserer Reise unser gesamtes Reisebudget abgehoben haben, haben wir darauf geachtet, dass unsere Unterkünfte immer einen Safe hatten. 

Auf Sansibar gibt es überall streunende Hunde und Katzen. Achtet also darauf, dass ihr euch vor eurer Reise entweder gegen Tollwut impfen lasst und/oder seid einfach achtsam. 

Generell ist es sinnvoll, euch vor eurer Reise auf der Seite des Auswärtigen Amtes über aktuelle Hinweise und Reisewarnungen zu informieren. 

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