Sansibar - Vier traumhafte Ausflüge

Am Strand entspannen, die Seele baumeln lassen – einfach mal nichts tun. Das kommt einem wohl als erstes in den Sinn, wenn man an Sansibar denkt. Das alles können wir euch auch wärmstens empfehlen – keine Frage.

Aber solltet ihr dann doch einmal eine Auszeit vom ganzen „Nichts-tun“ auf eurer Sansibar Rundreise brauchen, warten einige spannende Ausflüge und Touren auf euch, die ihr euch nicht entgehen lassen solltet. 

1. Mnemba Atoll

In Nungwi haben wir einen Schnorchel-Ausflug zur Insel Mnemba Atoll unternommen. Gebucht haben wir den Ausflug tatsächlich bei einem der vielen Strandverkäufer. Erstens weil die wirklich sehr hartnäckig und überzeugend sein können und zweitens weil wir den Ausflug dort zu einem recht günstigen Preis bekommen haben. Ihr könnt die Tour aber auch in fast jeder Unterkunft buchen. 

Von Nungwi aus fahrt ihr mit dem Boot zur Insel „Mnemba“. Die Fahrt dauert ca. 45 Minuten und – um euch vorzuwarnen – das Boot ist langsam und sehr wackelig unterwegs. (Es soll aber auch schnellere Speedboote geben)

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Mnemba Atoll selbst ist in Privatbesitz, man darf dort also nicht anlegen. Ihr habt aber vom Boot aus einen wunderbaren Blick auf die Insel und haltet in einiger Entfernung an. Das Schnorcheln an sich ist kein atemberaubendes Erlebnis, weil man nicht so viel sieht wie erwartet. Der Ausflug lohnt sich unserer Meinung nach dennoch, da ihr auf dem Rückweg noch an einer anderen Insel anlegt. Dort wird dann auch ein kleines Mittagessen veranstaltet. (Bei uns gab es Coconut Curry und Früchte) Der Strand dieser Insel ist wirklich wunderschön.

Unser Fazit: Auch wenn es sicherlich bessere Orte zum Schnorcheln gibt, hat uns der Ausflug insgesamt sehr gut gefallen und wir können ihn definitiv empfehlen.

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2. Schwimmen mit Delfinen

Eine Tour, die gerne angeboten wird, besonders in Paje, ist das Schwimmen mit Delfinen. Wir haben diese Tour bei unserem Fahrer gebucht. Der Ausflug beginnt eigentlich sehr früh am Morgen, da man zu dieser Tageszeit angeblich die meisten Delfine sehen kann. Unsere Tour fand aber nachmittags statt, da der Andrang zu dieser Zeit nicht so groß ist wie früh morgens und es deshalb etwas entspannter ist.

Am frühen Nachmittag ging es also los nach Kizimkazi, einem Ort, der ganz unten im Süden der Insel liegt. Dort soll man meisten Delfine sehen können. Wir haben die Tour inklusive Mittagessen vor Ort gebucht. 

In Kizimkazi fährt man dann mit einem kleinen Motorboot aufs Meer hinaus. Der Fahrer steuert das Boot dann zielsicher umher, bis man einen Delfin gefunden hat (Währenddessen telefoniert er auch immer eifrig mit Kollegen, um zu erfahren, wo gerade die meisten Delfine unterwegs sind). Dann darf/muss dann ins Wasser springen und kann mit den Tieren mitschwimmen, so lange, bis der Fahrer einen wieder ins Boot holt, um erneut nach den Delfinen Ausschau zu halten. 

Unser Fazit: Der Ausflug ist ganz nett, empfehlen würden wir ihn aber nicht unbedingt. Das ständige gehetzte ins Wasser springen, dann wieder hinaus, dann schnell weiter usw. ist wirklich ziemlich stressig. Wir hatten zwar Glück, dass bei uns am nachmittag nicht viel los war, trotzdem haben wir es als eher anstrengend empfunden. Ich kann mir vorstellen, dass es morgens extrem stressig sein muss (Für Mensch und Tier). Wir haben uns erzählen lassen, dass es da angeblich nur so von Booten wimmelt und es eher einer Hetzjagd ähnelt. Positiv ist, dass es Tiere in freier Wildbahn sind und sie deshalb natürlich die Möglichkeit haben, wegzuschwimmen, wenn sie genug von dem ganzen Menschen- und Boote-Gewimmel haben. Von daher ist es auf jeden Fall besser als jedes Seaworld. 

3. Spice Tour

Sansibar wird auch die Gewürzinsel genannt. Keine Frage also, dass eine Spice Tour zu den „must-do“ Ausflügen auf der Insel gehört. Wir haben unsere Tour in Stone Town in unserer Unterkunft gebucht. Bereits am frühen Morgen wurden wir dann abgeholt und sind in einem kleinen Bus mit vier anderen Touristen und unserem Guide ungefähr eine halbe Stunde zu einer Gewürzfarm gefahren. 

Dort haben wir dann eine etwa zweistündige, ausführliche aber sehr interessante Tour bekommen. Der Guide führt einen durch die Gewürzfarm und erklärt alles zu den verschiedene Gewürzen und Früchten, die dort wachsen und angebaut werden. Danach hat man auch die Möglichkeit, die Gewürze, Früchte und produzierten Seifen zu kaufen. Zum Abschluss gab es noch ein leckeres Mittagessen für alle. Dabei erfährt man auch, wie die gezeigten Gewürze und Pflanzen in der traditionellen Küche eingesetzt werden. 

Unser Fazit: Sehr empfehlenswert. Mehr über die ganzen unterschiedlichen Pflanzen und Sträucher zu erfahren, die dann letztendlich zu den Gewürzen, wie wir sie kennen, verarbeitet werden, ist wirklich interessant. 

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4. Prison Island

Prison Island, oder auch Changuu ist eine kleine Insel, die vor der Küste von Stone Town liegt. 

Um auf die Insel zu kommen, muss man vorher keine Tour buchen. Entweder man geht einfach an den Strand von Stone Town (dort, wo das Park Hyatt Hotel ist) und lässt sich zur Insel rüber fahren (dauert ca. 15 Minuten) Man kann aber auch einfach in der Unterkunft nachfragen. Es fahren nämlich auch etwas größere Boote auf die Insel rüber.

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Auf Prison Island gibt es zum einen, wie der Name schon sagt, ein altes Gefängnis. Zum anderen kann man sich die vielen dort lebenden, teilweise sehr alten Landschildkröten anschauen, sie füttern und streicheln.

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Unser Fazit: Für jemanden, der noch nie Schildkröten hautnah gesehen kann, kann das ein tolles Erlebnis sein. Allerdings sind wirklich viele Touristen auf der Insel unterwegs und gerade bei den Schildkröten ist es zeitweise ziemlich überfüllt. Ich hatte teilweise das Gefühl in einem Streichelzoo zu sein. Im Nachhinein betrachtet würde ich das nicht noch einmal unterstützen. 

Sonst ist die Insel sehr schön, aber nichts Außergewöhnliches. 

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